Eine Kurzhaarfrisur ist keine Hexerei und kann mit einem guten Haarschneider einfach selbst erledigt werden. Aber dabei gibt es einiges zu beachten.

Während viele Frauen den regelmäßigen Friseurbesuch durchaus genießen, ist das unter Männern eher die Ausnahme. Hier ist der Haarschnitt mehr ein notwendiges Übel, als eine spaßige Freizeitaktivität. Dazu kommt bei einigen außerdem noch der finanzielle Aspekt, denn mit einer Kurzhaarfrisur dürfte man alle 2 bis 3 Wochen beim Friseur vorstellig werden und somit summieren sich die jährlichen Kosten leicht auf einen dreistelligen Betrag. Aber kann es die Lösung sein, einfach selbst Hand anzulegen? Bei längeren Haaren oder unkonventionellen Frisuren wird das natürlich schwierig, denn sobald man eine Schere benutzt, braucht es tatsächlich eine ganze Menge Übung. Erst dann wird man so zufriedenstellende Ergebnisse erreichen können, ansonsten kann es auch schnell unfreiwillig komisch werden.

Anders sieht die Sache bei Kurzhaarfrisuren von maximal 2-3 cm Länge aus. Hier kann problemlos ein elektrischer Haarschneider verwendet werden, was den Vorgang im Vergleich zur Schere ungemein vereinfacht. Trotzdem kann auch dabei natürlich so einiges schief gehen, gerade bei den ersten Versuchen. Wir haben deswegen die wichtigsten Tipps gesammelt, worauf man achten sollte, wenn man sich die Haare mit einer Haarschneidemaschine selbst stutzt.

  1. Die passende Maschine
    Wie bei jedem Handwerk, muss auch beim Haareschneiden die Qualität des Werkzeugs stimmen, da sonst kaum ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden kann. Mit einem billigen oder alten Gerät wird ein Haarschnitt selbst beim Profi lange dauern und nicht so richtig gleichmäßig gelingen. Das gilt umso mehr bei einem Amateur, der sich die Haare selbst schneidet. Ein guter Haarschneider ist also Voraussetzung und den richtigen finden Sie leicht in unserem Haarschneider Test. Achten Sie außerdem darauf, dass das bevorzugte Modell auch die für Sie wichtigen Längeneinstellungen ermöglicht.
  2. Einheitliche Länge am einfachsten
    Gerade zu Beginn erleichtert es die Sache ungemein, wenn man alle Bereiche auf eine einheitliche Länge kürzt. Das entspricht vielleicht nicht den jüngsten modischen Entwicklungen, aber immer noch besser ein sauberer 9-mm-Haarschnitt, als ein wildes Durcheinander auf dem Kopf. Natürlich kann man sich auch erstmal mit verschiedenen Einstellungen ausprobieren und bei Nichtgelingen dann immer noch den 9-mm-Joker ziehen. Das ist auch tatsächlich einer der wichtigsten Tipps bei der ganzen Sache: Kürzer geht immer, länger dauert eventuell ein paar Wochen.
  3. Zwei Spiegel sind besser als einer
    Am besten schneidet man sich die Haare natürlich im Badezimmer, da hier in der Regel schon ein Spiegel hängt, gutes Licht vorherrscht und die Fließen das anschließenden Entfernen der Haare erleichtern. Gerade am Hinterkopf wird die Sache ohne einen zweiten Spiegel dann aber trotzdem zum Blindflug. Hier ist dann entweder etwas Erfahrung oder Glück nötig, damit die Sache trotzdem gut gelingt. Ein zweiter Spiegel ermöglicht es auch hier den Überblick zu behalten und erleichtert den eigenen Haarschnitt ungemein.
  4. Erst die Seiten und den Nacken
    Möchte man zwei oder sogar noch mehr verschiedene Längen schneiden, sollte man auf jeden Fall mit den Seiten und dem Hinterkopf beginnen. Meist wird hier kürzer geschnitten als oben auf dem Kopf und solange die Haare dort noch lang sind, kann man relativ einfach erkennen wo man schon war, wo noch etwas weg muss und wo eine Linie eventuell begradigt werden müsste. Sind die Seiten und der Nacken dann erst einmal gut gelungen, ist das auch schon die halbe Miete. Mit der längeren Einstellung kann man dann relativ einfach über die restlichen Haare fahren, viel schief gehen kann dann eigentlich nicht mehr.
  5. Die schwierigen Stellen beachten
    Wenn man sich regelmäßig die Haare selbst schneidet, wird man schnell erkennen, dass es immer die gleichen Stellen sind, die Probleme machen. Rund um die Ohren und im Nacken wird man immer mal wieder noch zu lange Haare entdecken, wo man eigentlich dachte alle erwischt zu haben. Hier sollte man also mit größter Sorgfalt arbeiten und genau prüfen, ob auch wirklich alle Haare gekürzt wurden. Im Bereich der Ohren kann es außerdem helfen eine kleine Schere zu benutzen, da die Haare direkt über den Ohren von manchen Haarschneidern nur sehr schwer erwischt werden können.
  6. Vor dem Aufräumen kontrollieren
    Alles ist fertig und sieht gut aus? Sehr gut! Trotzdem sollte man vor dem Putzen und Aufräumen am besten noch die Freundin oder einen Mitbewohner darum bitten einen Blick auf die Haare zu werfen. Ein zweites Paar Augen sieht unter Umständen dann doch noch die eine Stelle, die man, aus welchen Gründen auch immer, schlicht ignoriert hat.

Mit etwas Übung ist es problemlos möglich die eigene Kurzhaarfrisur selbst mit einem Haarschneider in Schuss zu halten. Man spart sich so den nervigen Gang zum Friseur und vor allem eine Menge Geld. Die Anschaffungskosten für einen richtig guten Haarschneider hat man so jedenfalls bereits nach wenigen Monaten wieder eingespart.