Ein Aftershave ist wie ein Parfüm fürs Gesicht? Mitnichten, es erfüllt noch andere Aufgaben. Wir erklären welche genau und was bei der Wahl zu beachten ist.

Es gibt Pflegeprodukte, ohne die kommt eigentlich kein Mann aus – ein guter Rasierer, ein Deodorant oder auch ein Haarshampoo. Anders sieht es dagegen beim Aftershave aus, denn das ist für viele Männer noch immer ein Nice-to-have und keineswegs unersetzlich. Egal ob man nass oder trocken rasiert, nachdem die Haut sauber und getrocknet ist, ist die Sache für viele erledigt. Dabei kann ein gutes Aftershave bei ärgerlichen Hautproblemen Abhilfe schaffen und auch für viele andere Vorteile sorgen – es sollte also eigentlich in keinem Badezimmerschrank fehlen. Bei der Auswahl ist aber einiges zu beachten, denn die Auswahl ist auch in dem Bereich reichhaltig und erschreckend unübersichtlich. Wir erklären hier im Folgenden, welchen Zweck ein Aftershave eigentlich erfüllen soll, stellen die wichtigsten Inhaltsstoffe vor und geben außerdem Tipps, was bei der Anwendung zu beachten ist.

Für viele Männer dürfte bei der Wahl eines neuen Aftershave Produkts noch immer der Duft das entscheidende und vielleicht sogar das einzige Kriterium darstellen. Natürlich spielt das Aroma eine wichtige Rolle dabei, wer schüttet sich schon gern ein übel riechendes Wässerchen ins Gesicht, aber es geht hier eben nicht NUR um einen angenehmen Duft. Viel wichtiger ist dagegen die antibakterielle Wirkung und die Pflege der, nach der Rasur besonders empfindlichen, Haut. Bakterien finden sich überall in rauen Mengen, gerade auf dem Scherkopf eines elektrischen Rasierer oder an den Klingen eines Nassrasierers finden sie sehr gute Lebensbedingungen. Wasser, Schweiß, Hautpartikel, Blut – nichts was Bakterien abschrecken würde, ganz im Gegenteil.

Nach einer Rasur sind nicht nur die Poren der Haut weit geöffnet, man hat mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch die eine oder andere kleine Wunde, wo die obersten Hautschichten verletzt wurden. Bei so einem beklagenswerten Zustand der Haut befinden sich nun nach der Rasur auch noch mehr Bakterien im Gesicht, als das vielleicht normalerweise der Fall wäre. An der Stelle kommt das Aftershave zum Einsatz, denn es wirkt hier sogar doppelt. Es entfernt und tötet erstens die Bakterien, die sich nach der Rasur auf der Haut und in den Poren abgesetzt haben. Außerdem ist in vielen Aftershaves auch ein sogenanntes Adstringens enthalten, welches Blutungen stillt, entzündungshemmend wirkt und die offenen Poren der Haut wieder verschließt. Die Bakterien können also nicht mehr so leicht in die Haut eindringen und diese wird so vor schmerzhaften und unansehnlichen Entzündungen bewahrt.

Trotzdem gibt es Männer, die sich seit Jahrzehnten rasieren, niemals ein Aftershave benutzen und trotzdem von jeglichen Hautproblemen verschont bleiben (der Autor ist einer der Glücklichen!). In so einem Fall kann man natürlich auch weiter auf ein Aftershave verzichten, denn auch im Badezimmer gilt: Never change a running system! Wenn man aber immer wieder verschiedene Rasierer ausprobiert, vielleicht auch mit Schaum und Seifen experimentiert, aber trotzdem nie richtig zufrieden mit der Rasur ist, kann ein gutes Aftershave tatsächlich der erhoffte Game Changer sein. Dann gilt es „nur“ noch, das richtige Produkt für die eigene Haut zu finden, denn es kann hier vieles ausprobiert werden. Es gibt Aftershaves die Teebaumöl enthalten, welche mit Aloe Vera und sogar einige mit Inhaltsstoffen aus der sogenannten Zaubernuss. Lediglich auf Alkohol sollte man in einem Aftershave verzichten. Aftershaves mit Alkohol können die Haut unangenehm austrocknen und so für Spannungsgefühl und Schuppen sorgen.